Und es wird doch Frühling werden

Seit heute hat „unsere alte Dame“, die Alraune, wieder ihre zauberhaften Blüten geöffnet. Ich bin jedes Jahr wieder von dieser wunderschönen und mystischen Pflanze begeistert und weiss, jetzt ist wirklich Frühling. Obschon die Alraune stark giftig ist und zu gefährlichen Rauschzuständen führen kann, ist sie eine sehr faszinierende Pflanze und ich möchte Ihnen ihren Anblick nicht vorenthalten.

Alraune_4Die Alraune ist die klassische Zauberpflanze des Altertums und des Mittelalters.
Ihre Wurzel war heissbegehrt und galt als zauberkräftig, weil ihre Form der Gestalt von Menschen ähnelt. Die Alraune hat eine jahrtausendelange Geschichte als Heil- und Zauberpflanze. Schon im alten Babylon wurde die Alraune etwa 2000 v. Chr. als Heilmittel gegen Zahnschmerzen in Keilschrifttafeln erwähnt.

Im Mittelalter, aber vermutlich auch schon früher, wurde die Alraune als Betäubungsmittel bei Operationen eingesetzt. Dazu setzte man einen Tee aus Alraunenwurzel, Maulbeersaft, Mohnextrakt, Bildsenkraut und Schierling an und träufelte ihn auf einen Schwamm. Dieser Schwamm wurde dem Patienten vor die Nase gehalten, bis er einschlief. Nach der Operation wurde der Patient mit Fenchelöl-Düften wieder aufgeweckt.
Medizinisch wird sie heutzutage nur noch in homöopathischer Dosis angewendet.

Hildegard von Bingen beschreibt die Alraune als menschenähnlich und mutmasst, dass sie aus der Erde stammt, aus der auch Adam erschaffen wurde. Doch die heilige Hildegard hält nicht viel von der Alraune, denn sie befürchtet teuflische Einflüsterungen durch sie. Um die teuflischen Einflüsse der Pflanze zu entfernen, sollte man sie vor der Anwendung in einer Quelle reinigen.

Auf Google habe ich noch folgende interessante Information gefunden: „Wenn man Geld neben eine Alraunenwurzel legt, soll es sich angeblich verdoppeln“! Gut zu wissen…

 

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